Viele auch mich eingeschlossen, reden viel von der Buy-and-Hold Strategie. Vor allem bei einem ETF-Sparplan ist das ja die fast einzige Strategie, die einen Sinn ergibt. Ein ETF soll den Markt abbilden, also sprich durchschnittlich ca. 8 p.a. an Rendite erzielen und wir wollen natürlich auch vom Zinseszins profitieren. Das funktioniert im Prinzip nur durch Buy and Hold. Aber meiner Meinung nach verstehen viele Leute diese Strategie nicht!
 
 
 
Was ist Buy-and-Hold?
 
Sehr viele Privatanleger schwören auf diese Strategie. Doch im Prinzip schaffen es nur wirklich sehr wenige, diese Strategie wirklich umzusetzen. Buy-and-Hold ist nicht, wenn man eine Aktie sechs Monate hält und dann verkauft, auch nicht wenn sie sechzig Prozent im Plus ist.
 
Wenn dein Ziel ist, eine bestimmte Aktie bei einem bestimmten Kurs zu verkaufen, ist das nicht Buy-and-Hold! Das verstehen viele Leute nicht.
 
Vielleicht muss ich das ins Deutsche übersetzen. Buy-and-Hold bedeutet übersetzt kaufen und halten. Halten hat nichts mit verkaufen zu tun. Sonst würde es Buy-and-Sell heißen.
 
Die Buy-and-Hold Strategie ist eine langfristige Strategie mit der man versucht ein gutes Unternehmen, mit viel Potenzial zu kaufen und möglichst lange zu halten. Meiner Meinung nach mindestens zehn Jahre. Bei ETF´s würde ich sogar noch einen noch größeren Anlagehorizont wählen! Aber das ist dann Ansichtssache und sehr unterschiedlich.
 
Nach zwanzig oder dreißig Jahren können wir durch diese Strategie reich oder zumindest wohlhabend werden. Für mich stellt es kein Problem dar, jeden Monat meine paar hundert Euro in meine Zukunft zu investieren.
 
Doch ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass das die meisten Leute einfach nicht auf die Reihe bekommen. Sie schaffen es nicht, jeden Monat das Geld einzuzahlen. Dazu kommt dann noch das sie total emotional handeln.
 
 
 
Disziplin an der Börse?
 
 
Meiner Meinung nach ist nicht das Problem in einen ETF zu investieren, der die letzten paar Monate oder Jahre immer plus gemacht hat. Nein, das Problem ist, wenn das Gegenteil der Fall sein wird. Was ist, wenn es zum Crash kommt und deine Positionen zum Teil dreißig bis vierzig Prozent im Minus sind. Und ja, dieses Szenario wird irgendwann eintreffen. Die Frage ist nur, ob du dann auch noch bereit bist, weiterhin das Geld in deinen Sparplan einzuzahlen? 
 
Für mich ist das keine Frage. Vor drei Jahren stand mein Depot ca. dreißig Prozent im Minus bei einem Wert von ca. drei- bis viertausend Euro. Das traf mich wie ein Schlag. Ich war richtig mitgenommen von dieser roten Zahl, die da fast ein Jahr lang stand. Ich verkaufte aber glücklicherweise nicht! Ich investierte weiter, auch wenn es mir wehgetan hatte. Drei Jahre später bin ich sehr froh das erlebt zu haben, denn der Erfolg ist der schlechteste Lehrer.
 
Ja, im Nachhinein so etwas zu schreiben ist nicht schwer. Aber das durchzumachen kann einen schon zum Verzweifeln bringen.
 
Das ist meiner Meinung nach das Problem der meisten Privatanleger. Es fehlt den meisten an Disziplin und an Selbstvertrauen. Du musst es einfach eiskalt durchziehen, egal was passiert und was andere sagen oder schreiben! Wenn du das NICHT schaffst bzw. keine Disziplin hast, ist die Börse absolut nichts für dich, denn ich garantier dir, ohne Disziplin wirst du scheitern und viel Geld verlieren. Genauso wichtig finde ich, dass man sich selbst vertraut, also dass man in dem Fall seiner Analyse vertraut. Denn wenn ich vertrauen in das habe was ich mache, fällt es mir leichter diszipliniert zu sein.
 
Denk immer daran – fallende Kurse bei ETF´s sind etwas Schönes. Du kannst dasselbe Wertpapier um weniger Geld kaufen, was zur Folge hat, dass du deutlich mehr Geld machen wirst!
 
 
Ganz gleich wie dunkel es sein mag, die Sonne wird wieder aufgehen!
 
 
Wenn du das verinnerlichst, wird sich deine Negativität in Luft auflösen, was zur Folge hat, dass du ein anderer Menschen sein wirst und dein Leben sich um einiges bessern wird!
 
Alles hat seinen Grund im Leben, auch wenn es noch so schmerzhaft ist!
 
 
In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß beim Investieren