Der Cost-Average-Effekt ist ein Effekt, der meist bei Sparplänen auftritt. Dieser hilft dir, ein Vermögen aufzubauen. Je länger, desto besser. Der Cost-Average-Effekt ist im Prinzip die Verteilung einer Investition in eine Anlage über einen längeren Zeitraum. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Ich erkläre dir, wie dieser Effekt zustande kommt…
 
 
 
Der Durchschnittskosteneffekt im Detail…
 
 
Zu aller erst möchte ich dir diesen Effekt anhand eines Beispiels genauer erklären.
 
Im Vergleich stehen zwei Investitionen. Zum einen, ein Sparplan und zum anderen, eine Einmalanlage. In beiden fällen wurden 350€ investiert.
 
Franz investierte einfach 350€ am Anfang des Jahres 2015. Die erworbenen Anteile hat er, ende 2015, wieder verkauft. Franz machte einen Gewinn von 0,41€ pro Anteil. Insgesamt sind das ca. 35€ Gewinn.
 
Anton hingegen hat seine 350€ in 7 gleich große Stücke geteilt und diese jeweils am Monatsanfang investiert. Also jeden Ersten des Monats investierte Anton 50€. Am Ende hat er ebenfalls 350€ investiert, nur dass Anton mehr Anteile als Franz für sein Geld bekommen hat. Anton darf sich über ein Gewinn von über 2,15€ pro Anteil freuen. Insgesamt sind das ca. 100€.
 
Anton konnte mit seiner Strategie 42,35 Anteile erwerben. Franz hingegen nur 34,31 Anteile.
 
 
 
 
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Die schwarzen Linien kennzeichnen jeweils den Monatsanfang. Die Roten zahlen geben die gekauften Anteile an.

 
 
 
Wie ist das möglich?
 
 
Bei Antons Strategie kam der Cost-Average Effekt zum Tragen und dadurch hat er eine viel höhere Rendite als Franz erzielt.
 
Anton konnte nämlich in den Zeiten, wo der Kurs fiel, viel mehr Anteile für das gleiche Geld kaufen. Das kann man vergleichen mit einer Tankstelle. Wenn der Preis für Benzin fällt, kannst du für weniger Geld mehr Benzin kaufen.
 
Logisch, oder?
 
Franz hat von dem Kursrutsch nicht profitiert. Seine Strategie war es eben, einmal, einen großen Betrag anzulegen.
 
 
 
Emotionen…
 
 
Ich habe mal geschrieben, dass man Emotionen aus der Geldanlage raushalten sollte. Doch zu 100% ist das nicht möglich, deshalb frage ich dich, wer nun ruhiger schlafen konnte, Franz oder Anton?
 
Natürlich Anton. Er „freut“ sich nämlich über fallende Kurse, denn er weiß, dass er mehr Anteile für sein Geld bekommt. Der Nachteil, wenn der Kurs steigt, bekommt er weniger für sein Geld. Denn Zinseszins darf man natürlich nicht vergessen.
 
Franz hingegen hat sehr wahrscheinlich an seiner Anlage gezweifelt und wollte mehrmals seine Anteile verkaufen. Doch er hat es durchgezogen und trotzdem noch einen Gewinn erzielt.
 
 
 
Fazit…
 
Der Cost-Avarage-Effekt ist in der Geldanlage nicht zu unterschätzen und sollte unbedingt ausgenutzt werden. Man findet viele Kritiker zu diesem Thema. Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung schreiben, dass er mir bislang immer zu einer schönen Rendite verholfen hat.
 
Man sollte ihn natürlich auch nicht überschätzen. Denn wenn die Kurse steigen, bekommt man weniger für sein Geld. Das wirkt sich natürlich auf die Rendite aus. Doch wenn man einen langen Anlagehorizont hat, sprich 10 Jahre und mehr, kann man sich sicher sein, dass die Kurse nicht immer steigen werden.
 
Auf kurze Zeit würde ich nicht immer mithilfe eines Sparplans investieren, außer in manchen Fällen.
 
Für Anfänger, aber auch für Profis sind Sparpläne nur zu empfehlen. Damit sich`s lohnt, bzw. damit das Risiko reduziert wird, sollte man schon eher auf längere Zeit investieren. Sparpläne sind für Anfänger sehr gut geeignet, weil das Timing eher nebensächlich wird.